Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» startet auch in der Ostschweiz

Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» startet auch in der Ostschweiz

Auch nach einem Jahr seit Lancierung der #MeToo-Debatte ist Gewalt gegen Frauen ein Tabu und weiterhin eine der häufigsten Menschenrechtsverletzungen. In der Schweiz, wie auch international, werden Frauen (und teils auch Kinder) täglich Opfer von häuslicher Gewalt, sexueller Belästigung und sexueller Gewalt. Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» wird vom 25. November bis 10. Dezember 2018 mit diversen Veranstaltungen die Öffentlichkeit für das Problem sensibilisieren.

 

Häusliche Gewalt kommt in bestehenden oder beendeten Beziehungen, sowie in Familien vor. Betroffen sind überwiegend Frauen und Kinder, unabhängig vom sozialen Status. Häusliche Gewalt beinhaltet psychische, physische und sexuelle Gewalt, die vielfach jahrelang und wiederholt stattfindet. Daneben gibt es viele weitere Gewaltausübungen gegen Frauen wie Menschenhandel, sexuelle Belästigung oder sexuelle Gewalt.

Die Betroffenen leiden oft massiv über Jahre oder Jahrzehnte unter den Folgen der Übergriffe. Während die körperlichen Verletzungen meistens heilen, bleiben tiefe seelische Wunden zurück. Sich jemandem anzuvertrauen und Hilfe zu holen, fällt deshalb schwer – erst recht, wenn das soziale Umfeld wegschaut.

Veranstaltungen

In Zürich gibt es am Freitag, 23. November, eine Demonstration, an der eine konsequente Umsetzung des Übereinkommens des Europarates zur Verhütung und Bekämpfung von Gewalt gegen Frauen und häusliche Gewalt gefordert wird.

Die Kampagne «16 Tage gegen Gewalt an Frauen» wird in der Ostschweiz durch das Frauenhaus, die Opferhilfe SG-AR-AI, die Koordinationsstelle häusliche Gewalt, die Frauenzentrale und die Fachhochschule organisiert und wartet auch dieses Jahr mit interessanten Beiträgen auf:

Der Auftakt in St.Gallen findet am Montag, 26. November, beim Eingang in die Goliathgasse statt. Mitarbeiterinnen von Frauenhaus und Opferhilfe informieren über ihre Arbeit und suchen das Gespräch mit Passant*innen. Es werden Flyer und Maroni unter dem Motto «Gewalt kommt nicht in die Tüte» verteilt.

Am Samstag, 1. Dezember, lädt die Frauenzentrale St.Gallen ins Toggenburg auf die Lütisburg ein, zu einem anregenden Vormittag mit Brunch, Referat und interaktivem Theater.

Das Stück «E Gwalts-Überraschig» der Theaterfalle Basel thematisiert die häusliche Gewalt und animiert das Publikum zum Mitdenken und Mitspielen, was zu überraschenden Lösungen führen kann. Weitere Informationen und Anmeldung unter www.fzsg.ch

Am Dienstag, 4. Dezember, wird im Talhof in St.Gallen ein Wen-Do Probetraining zur Selbstverteidigung für Frauen und Mädchen angeboten. In diesem Probetraining erhalten die Teilnehmerinnen einen Einblick in die Selbstverteidigungs-, beziehungsweise Selbstbehauptungstechnik. Es ist keine Anmeldung notwendig und das Training ist kostenlos. Weitere Informationen unter  www.wendo.ch/stgallen

Zum Abschluss wagt sich am Montag, 10. Dezember, der Poetry-Slammer Renato Kaiser an die Grenzen von Männlichkeit, Flirt und Grenzverletzungen.

Ein Podium mit Teilnehmer*innen aus Politik, Wissenschaft, Staatsanwaltschaft und Beratung diskutiert Massnahmen, die Stalking und Gewalt an Frauen wirkungsvoll entgegengesetzt werden können. Anschliessend Apéro.

Weitere Informationen und Anmeldung unter  www.fhsg.ch/podium-stalking

 

Bild:16 Tage gegen Gewalt an Frauen

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